Fritz Keller Pferd im Wald (1991)


  • Gesichertes Unikat aus dem Nachlass des Künstlers
  • Pferd im Wald - Leuchtende Farben und tiefes Schwarz
  • Werk des sächsischen Spätexpressionisten
  • Meister der Tierdarstellung

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Produktnummer: 38551
Informationen
Kategorie Malerei
Künstler Keller, Fritz
Jahr 1991
Titel Pferd im Wald
Größe 1 75,5 x 50,0 cm
Material Gouache auf Papier
Auflage Unikat
Signatur Verso Werknummer sowie Nachlassstempel mit Signatur der Nachlassverwalterin: 906 Nachlaß Fritz Keller Glauchau
Publikation

vgl. Hebecker, S. & K. (2000). Fritz Keller. Malerei auf Papier. Erfurt: Bilderhaus Krämerbrücke, S. 91

Provenienz Nachlass des Künstlers
Zustand
Die Malerei ist in sehr gutem Erhaltungszustand
Atelierspuren (Leichte Griffknicke. Rand winzige Einrisse, ca. 0,5 cm)
Künstler
Fritz Keller wurde 1915 in Rothenbach bei Glauchau geboren und verstarb 1994 in Bad Berka.

Keller absolvierte zunächst von 1930 bis 1933 ein e Lithografenlehre an der Glauchauer Kunstanstalt Oskar Werler. Anschließend besucht er die Kunstgewerbliche Fachschule in Zwickau. Ab 1935 bis 1943 studiert Keller an der Staatlichen Akademie für Grafische Künste und Buchgestaltung in Leipzig.

Der Krieg unterbricht seine Ausbildung mehrfach und erst nach dem Ende seiner Kriegsgefangenschaft 1948 beginnt er erneut sein künstlerisches Schaffen und findet zu seiner besonderen Formensprache in der Tradition des Expressionismus.

In insgesamt fünf Jahrzehnten entstand ein beeindruckendes Œuvre an Aquarellen, Gouachen und Gemälden vom realistischen, bis hin zu abstrakten Motiven. Sein Werk reicht von Kritik (bei Arbeiten zum Vietnamkrieg) bis hin zum expressiv Lyrischen.

Beeindruckend ist sein Umgang mit der Farbe, die vom delikaten Einsatz gebrochener bis zum differenzierten Artikulation reiner Farben reicht. Seine Bildkompositionen sind oft frappierend.

e.artis Sicherheit


Besonderheiten und Bemerkungen


Seit seiner Studienzeit in Leipzig ist das Tierbild eines der wichtigsten Sujets im Werk Fritz Kellers. Dort besuchte er regelmäßig den Zoo, später auch die Tierparks seiner heimatlichen Region.


Frühe Studien der 1930/40er Jahre (aus: Hebecker 2000, S. 9)

Keller übersetzt diese Eindrücke durch sein ganzes Schaffen in das Medium der Malerei. Ab 1969, und verstärkt am Ende seines Schaffens, entwickelt der Maler eine weitestgehend abstrahierte, sich vom konkreten Tierkörper lösende Malweise. Nur noch Chiffren und Silhouetten der Tierwesen genügen, die vor abstrakten, stark farbig gegliedertem Bildraum ihr "Leben" von eben diesen Farbakkorden erhalten.

Hier umreisen die tiefschwarzen, gestisch geschwungenen Konturen den Rücken eines Pferdes, einen Schweif vielleicht noch sowie Zweige und Blätter der Natur. Vor allem die kontrastreichen Farbflächen, die zwischen dem Schwarz kontrastreich aufscheinen, tauchen das Bild in eine nächtliche Stimmung.Das dunkle Blau und das satte Braun scheinen vom kraftvollen Gelb wie beleuchtet. Hell blitz hier und da noch der weiße Bildgrund durch die locker gefügte Komposition, so das noch weitere Lichtakzente die Schatten umspielen.

Die Farben Kellers ziehen jeden sofort in den Bann.

Rinder sind wahre "Urtiere" - schon auf den ersten Höhlenbildern der Menschen sind sie als archaische Motive zu finden. Auch Keller reduziert ihre Formen auf das wesentliche - er markiert sie mit wenigen schwarzen Konturen, die den keilförmigen Kopf, Hörner und den langen Rücken umschreiben. Wir blicken wie von oben auf eine eng verschränkte Gruppe von Tieren, die so das Gefühl von Wärme und Nähe vermitteln.

Wer die Arbeiten Kellers kennt, sieht eindeutige Elemente seiner Auffassung von Natur und Figur und doch drängt diese Arbeit zur Abstraktion. Der Fokus wird ganz auf den Rhythmus und die Farbe gelegt.

Große Natur

In Kellers Tierbildern vereint sich das Malerische mit dem Wilden zum Ausdruck einer animalischen Urkraft, die sich mitunter zu einer von elementarer Gewalt durchdrungenen Dämonie steigert."

Susanne Hebecker

Top Provenienz - Die Malerei stammt direkt aus dem Nachlass des Künstlers.

Auf Wunsch und Kosten des Erwerbers beschaffen wir gerne ein schriftliches Gutachten.

Eine visuell starke und überzeugende Arbeit des Spätexpressionisten.