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Informationen zum Werk

Kategorie Objekt
Künstler Penck, A. R.
Jahr 1992
Titel Ei
Größe 1 30 x 59 cm
Material Sgraffito auf glasierter Keramik
Auflage Unikat
Signatur Verso in Glasur und mit Kratzsignatur gezeichnet: ar. penck
Publikation

Penck, A.R. (1993). Grafik / Keramik. Keramik 1993. Berlin: Droysen-Keramikgalerie & Galerie Michael Schultz, Nr. 2

Provenienz Privatsammlung Bayern

Informationen über den Zustand

Die Objekt ist in sehr gutem Zustand

Informationen über den Künstler

A. R. Penck (eigentlich Ralf Winkler) wurde 1939 in Dresden geboren und verstarb 2017 in Zürich.

Ralf Winkler nahm zwischen 1953 und 1954 bei Jürgen Böttcher (Künstlername Strawalde) Mal- und Zeichenunterricht. Daran anschließend begann er eine Lehre als Zeichner bei der Deutschen Werbe- und Anzeigengesellschaft (DEWAG), die er nicht zu Ende führte. In dieser Zeit bewarb sich Winkler viermal erfolglos an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und Berlin. Um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren arbeitete er in der Folge als Heizer, Nachtwächter, Briefträger und Kleindarsteller für den Film.

1966 bewarb sich Winkler - nun mit dem Künstlernamen A. R. Penck nach dem Geologen und Eiszeitformer Albrecht Penck - beim Verband Bildender Künstler der DDR (VBK). Ab 1969 bekam er zunehmend Probleme mit der Staatssicherheit der DDR. Seine Arbeiten wurden beschlagnahmt und sein Mitgliedschaftsantrag im VBK abgelehnt.

Ab 1971 ist er Mitglied der Künstlergruppe 'Lücke' und arbeitet ab 1973 unter dem Pseudonym 'Mike Hammer' und 'T.M.'. 1975 erhielt er den Will-Grohmann-Preis der Akademie der Künste in West-Berlin, was dazu führte, dass die Staatssicherheit die Kontrollen noch verstärkte. 1976 begegnete er dem westdeutschen Künstler Jörg Immendorff, mit dem er in den folgenden Jahren zusammenarbeitete. In ihren Arbeiten setzen sie sich fortan für die Abschaffung der deutsch-deutschen Grenze und Systemfeinde wie Rudolf Bahro und Robert Havemann ein. Ab 1976 signiert Winkler mit 'Y'. Im Jahre 1977 beschlagnahmt der Zoll die Arbeiten Winklers.

Im Mai 1979 wurden bei einem Einbruch in das Atelier Winklers Arbeiten und Aufzeichnungen vernichtet, was den Künstler dazu veranlasste, in den Westen überzusiedeln. Zunächst lebte er in Kerpen bei Köln, bevor er dann im Jahre 1983 nach London zog. 1988 wurde er zum Professor für Malerei an der Kunstakademie in Düsseldorf berufen.

Seine Arbeiten wurden mehrfach auf der documenta gezeigt (documenta 5, 6, 7 und 9).

Quellenangabe: Dieser Text basiert auf dem Artikel A.R. Penck aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Bei Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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