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Seitlicher Akt

Informationen zum Werk

Kategorie Malerei
Künstler Querner, Curt
Jahr 1965
Titel Seitlicher Akt
Größe 1 Passepartoutausschnitt 71,2 x 24,2 cm
Rahmen: 86,3 x 35,7 cm
Material Aquarell und Tusche auf Papier
Auflage Unikat
Signatur Unten rechts in Bleistift signiert und datiert: Querner 23.5.1965
Publikation -
Provenienz Privatsammlung Sachsen

Informationen über den Zustand

Die Malerei ist in sehr gutem Zustand
An Passepartout montiert.

Informationen über den Künstler

Curt Querner wurde 1904 in Börnchen bei Freital geboren und verstarb 1976 in Kreischa.

Querners Eltern waren beide gehörlos; er selbst führte darauf zu nicht geringen Teilen die Tatsache zurück, dass er die Welt mit den Augen zu erkennen lernte. Nach Abschluss der Schlosserlehre und der Gewerbeschule in Freital arbeitete Querner als Fabrikschlosser in Glashütte, Freital und Bannewitz. 1926 begann er an der Dresdner Kunstakademie zu studieren und in einer Seilerei zu arbeiten, um das Studium zu finanzieren.

1930 beendete er sein Studium und trat der Künstlergruppe Asso und der KPD bei. Für seinen Lebensunterhalt verkaufte er Seilerwaren im Erzgebirge. Aus der KPD trat er später aus und es war ihm wichtig deutlich zu machen, dass er auch später nicht der SED beitrat. 1931 hatte er seine erste öffentliche Ausstellung in Joseph Sandels Galerie Junge Kunst in Dresden. 1932 tritt Querner der Neuen Dresdner Sezession bei.

Von 1932 bis 1937 lebte Querner von der Arbeitslosenfürsorge, obwohl er praktisch täglich ein Bild malte. Er arbeitete häufig im Freien, egal bei welchem Wetter. Seine Motive waren Landschaften des Vorerzgebirges um seinen Heimatort Börnchen sowie dörfliche Motive wie Bauernhäuser oder Bauern bei der Arbeit. Es entstanden auch Werke nach städtischen Motiven aus den armen Vorstädten von Dresden. Die vielen Porträts malte er immer wieder nach den gleichen Modellen. Durch seine Armut konnte er nur die Modelle einladen, die am wenigsten Geld verlangten. Es waren Bauersfrauen und Kinder aus seinem Heimatdorf Börnchen, aber auch aus der Nachbarschaft seines armen Vorstadtquartiers. Aufgrund seiner materiellen Not entstanden in dieser Zeit nur wenige Ölgemälde. Er hatte sich die Maltechnik des Verismus angeeignet und maß sich in seinen Tagebüchern mit Lucas Cranach. Seine bevorzugten Malweisen waren bis zum Lebensende Aquarelle sowie Zeichnungen. Beim Aquarellieren entwickelte er eine Nass-in-Nass-Technik, die für sein gesamtes späteres Werk charakteristisch wurde.

Nach Krieg und Gefangenschaft kehrte er 1947 nach Börnchen zurück, da seine Dresdner Wohnung ausgebombt war. Erst Anfang der 1960er Jahre wurde er vom offiziellen Kunstbetrieb der DDR als proletarisch-revolutionärer Künstler (wieder-)entdeckt. Gleichzeitig nahmen seine künstlerische Anerkennung beim Dresdner Publikum sowie darüber hinaus zu, was sich sowohl in Malaufträgen als auch in Verkäufen seiner frei erstellten Arbeiten zeigte. Somit war endlich die lebenslange materielle Not gebannt. 1971 erhielt er den Käthe-Kollwitz-Preis, 1972 den Nationalpreis der DDR.

Quellenangabe: Dieser Text basiert auf dem Artikel Curt Querner aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Bei Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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