| Kategorie | Mischtechnik |
|---|---|
| Künstler | de Vries, Herman |
| Jahr | 2016 |
| Titel | from earth: kunsthalle ziegelhütte appenzell appenzell inn. |
| Größe 1 |
Blatt
29,7 x 21,0 cm
Rahmen: 30,8 x 22,1 cm |
| Material | Erdprobe, entnommen nahe der Kunsthalle Ziegelhütte in Appenzell (Schweiz) gerieben auf Papier |
| Auflage | Unikat |
| Signatur | Unten links bezeichnet: from earth kunsthalle ziegelhütte appenzell appenzell inn. Unten rechts signiert und datiert: herman de vries 2016 |
| Publikation | - |
| Provenienz | Privatsammlung Berlin |
| Wertzuwachs | Die Werke von Herman de Vries sind einer starken Wertsteigerung unterworfen. Laut artprice stieg der Wert einer Arbeit von Herman de Vries in 2025 um 42,5%. |
Herman de Vries from earth: kunsthalle ziegelhütte appenzell appenzell inn. (2016)
- Ortsbezogenes Unikat aus der Schweiz
- Preisträger Gerhard-Altenbourg-Preis 2019
- Im Spannungsfeld zwischen Natur und Kunst
- Künstler mit starker Wertsteigerung
3.200,00 €*
- Das Kunstwerk ist sofort verfügbar und kann jederzeit bei uns besichtigt werden.
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Informationen
Zustand
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Die Mischtechnik ist in sehr gutem Zustand Lebendiges Material, welches sich vom Künstler intendiert über die Zeit verändert. |
Künstler
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Herman de Vries wurde 1931 in Alkmaar geboren und begann in den 1950er Jahren mit informeller, oft ganz weißer Malerei und schloss sich der niederländischen nul‑Gruppe und dem ZERO‑Umfeld an. In den 1970ern zog er nach Eschenau in Franken und verlagerte sein Werk radikal hin zur unmittelbaren Präsentation von Natur: Erdreibungen, Pflanzensammlungen, Herbarien und das 'earth museum“ mit tausenden Erdproben machten Natur selbst zum Bildträger. In Installationen, Collagen, Textbildern und Künstlerbüchern arbeitet er seither mit Zufall, Ordnungssystemen und minimalem künstlerischem Eingriff, um – wie er sagt – 'die Wirklichkeit der Natur“ sichtbar werden zu lassen. Internationale Ausstellungen, unter anderem im Stedelijk Museum, auf der Biennale von Venedig, wo er Im Jahr 2015 den niederländischen Pavillon gestaltete, Skulptur Projekte Münster und in zahlreichen deutschen Museen, haben ihn zu einer Schlüsselfigur einer ökologisch und philosophisch geerdeten Konzeptkunst gemacht. Heute – Jahrzehnte nach seinen ersten weißen Bildern – wirkt sein Werk zugleich streng und zart. Streng, weil es auf der radikalen Entscheidung beruht, die Natur als primäre Wirklichkeit anzuerkennen, und zart, weil es den Blick auf kleinste Spuren lenkt: ein Blatt, eine Handvoll Erde, ein zufällig gewachsener Bestand von Pflanzen. Herman de vries hat aus der Beobachtung der Natur eine leise, aber äußerst konsequente künstlerische Praxis gemacht – eine Kunst, die weniger zeigt, was die Welt ist, als dass sie uns mit einfachsten Mitteln spüren lässt, dass wir in ihr sind. |
e.artis Sicherheit
Kunsthandel ist Vertrauenssache.
Besonderheiten und Bemerkungen
Sie erwerben hier eine ortsspezifische Erdausreibung von Herman de Vries.
Das Unikat wurde mit Erde geschaffen, die direkt vor Ort, nahe der Kunsthalle Appenzell (früher Kunsthalle Ziegelhütte) im Ostschweizer Kanton Appenzell Innerrhoden gesammelt wurde. De Vries rieb die Erdprobe 2016 auf Papier aus – so entstand ein weiteres, wundervoll lichtes Unikat im Grenzbereich zwischen Naturerforschung und bildender Kunst.
Seit Mitte der 1970er Jahre widmet sich de Vries in seinem Schaffen fast ausschließlich der Natur als Thema. Erstmals 1979 sammelt er Erdproben und bewahrt diese in einem über die Jahre auf über 8.000 Proben angewachsenen "earth museum“.
Bringt er die Erde als Farbpigment auf das Papier, zerreibt er die Krumen und trägt diese direkt mit seinen Fingern auf. Eine handschriftliche Bleistiftnotiz verortet die Farbe in der Welt: "from earth: kunsthalle ziegelhütte appenzell“.
Seine "earth rubbings" (Erdausreibungen) bringen also das Pigment in seiner ursprünglichsten Weise auf den Bildträger und werden so zu "Spur eines Ortes“, zum Bildmaterial selbst.
Ortsspezifische Blätter mit Bezug zu einer konkreten Kunstinstitution, wie hier der Kunsthalle Ziegelhütte, sind deutlich seltener als reine Ortsangaben.