Adelheid Dietrich
The "flower city" of Erfurt produced Adelheid Dietrich, one of the most outstanding flower painters of the 19th century. Her paintings, mostly flowers as still lifes, show her entire mastery in the realistic depiction of the materiality and light of the transient beauty of nature.
After nature: the flower painter Adelheid Dietrich
Adelheid Dietrich painted "according to nature" - this fact seems to be so important to the self-confident artist that she even placed it in front of the signature on the right, discreetly placed in the shadow of the stone bench: „n.(ach) d.(er) N.(atur) gem.(alt) von Adelheid Dietrich. 1864“
Thus it can be concluded that the artist went out at least once, in view of the rapidly fading flower splendor, but more likely several times, to collect a summer bouquet and bring it into her studio as a direct object of study. So quickly wilts just the poppy, which Dietrich here moves to the center of the bouquet and which, thanks to her artistry, now continues to bloom for over 150 years!
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...Leuchtendes Kolorit und klare Konturierung zeichnen seine lebenssprühenden, erdverbunden Bilder aus.
Hans-Peter Bühler in: Münchner Maler im 19. Jahrhundert
Polnische Künstler in München
Im 19. Jahrhundert kommen zahlreiche Künstler aus Polen nach München. Eine grundlegende Ursache war die politische Unterdrückung nach den Aufständen gegen die russische Herrschaft in den Jahren 1830 und 1863. Ab den 1870er Jahren bilden die Polen die größte nationale Gruppe in der Münchner Künstlerschaft. In der Kunstliteratur wird gar von einer „Polenkolonie“ gesprochen.
Die Münchner Kunstlandschaft wird als Hauptstadt des Königsreichs Bayern reich gefördert und lockt so über ihre Grenzen hinaus. In erster Linie wird der Ruf der Münchner Akademie zum Anziehungspunkt der Künstler aus dem Osten. Große Namen unter den Professoren strahlten weit über München hinaus. So wird die Kunstschule nach der Ernennung Wilhelm von Kaulbachs zum Direktor (1849) und mit Carl von Piloty (ab 1856 Professor an der Akademie) zu einem wichtigen Zentrum der realistischen Historienmalerei in Deutschland – es entwickelt sich die „Münchner Malerschule“. Auch die kunstsinnigen Herrscher, die Eröffnung der Alte und die Neue Pinakotheken (1836 und 1853) sowie private Galerien, die einen regen Kunsthandel in der Stadt etablieren, schaffen ein kulturell positives Klima.
Bis zum Beginn des 1. Weltkriegs (danach orientiert man sich nach Paris) wird München so zu einem wichtigen Ort der polnischen Kunst, denn fast alle Künstler aus Polen pflegten weiterhin ihr Nationalbewusstsein und halten enge Verbindung nach Polen. Einige von ihnen bleiben dennoch für immer in Deutschland und werden zu wichtigen Vertretern der „Münchner Schule“ – so wie Alfred Wierusz-Kowalski.
...Die perspektivische Verkürzung verleiht den Gemälden von Wierusz-Kowalski die für sie charakteristische Dynamik und den spontanen Ausdruck.
Eliza Ptaszyńska